Hetze gegen Flüchtlinge in sozialen Medien - Handlungsempfehlungen

Rassistische Hetze gegen Flüchtlinge ist in den Sozialen Netzwerken an der Tagesordnung. Es gilt also der Hetze im Internet entgegenzutreten. Nur wie? Diese Handreichung gibt einen Überblick, was konkret getan werden kann, wenn im Internet wieder jemand rassistisch hetzt.

Amadeu-Antonio-Stiftung 2016

 

 

 

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"Die enthemmte Mitte"

Neue "Mitte"-Studie: Gesellschaft ist zunehmend polarisiert, Bereitschaft zu Gewalt steigt

Die politische Einstellung der deutschen Bevölkerung ist polarisiert. Während eine deutliche Mehrheit der Gesellschaft rechtsextremes Denken und auch Gewalt zum Teil strikt ablehnt und Vertrauen in demokratische Institutionen hat, sind Menschen mit rechtsextremer Einstellung immer mehr bereit, zur Durchsetzung ihrer Interessen Gewalt anzuwenden. Dies ist eines der zentralen Ergebnisse der Studie "Die enthemmte Mitte", die PD Dr. Oliver Decker und Prof. Dr. Elmar Brähler vom Kompetenzzentrum für Rechtsextremismus- und Demokratieforschung der Universität Leipzig in Kooperation mit der Heinrich Böll-, der Otto Brenner- und der Rosa-Luxemburg-Stiftung haben. Die Wissenschaftler befragten bundesweit 2.420 Menschen (West: 1.917, Ost: 503) zu den Themen Befürwortung einer rechtsautoritären Diktatur, Ausländerfeindlichkeit, Antisemitismus, Sozialdarwinismus, Chauvinismus und Verharmlosung des Nationalsozialismus. Sie gliederten die Antworten in sechs soziologische Milieus.

Universität Leipzig in Kooperation mit der Heinrich Böll-, der Otto Brenner- und der Rosa-Luxemburg-Stiftung 2016

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"Die enthemmte Mitte"

"Nachfragen, Klarstellen, Grenzen setzen – Handlungsempfehlungen zum Umgang mit der AfD“

Die AfD ist eine rechte Partei. Doch wie weit rechtsaußen steht sie? Kann man das überhaupt über die ganze Partei sagen? Muss man sie zu Veranstaltungen einladen? Und wenn ja, gibt es etwas zu beachten? Muss die Presse jede nach Öffentlichkeit heischende Parteiaktion berichten? Sie sitzt nun in vielen Landtagen, wie ist es in der politischen Alltagsarbeit? Diesen Fragen widmet sich die Handreichung  „Nachfragen, Klarstellen, Grenzen setzen – Handlungsempfehlungen zum Umgang mit der AfD“ der Amadeu Antonio Stiftung.

Amadeu-Antonio-Stiftung 2016

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Die Alternative für Deutschland im Wahljahr 2016

Mit der Alternative für Deutschland (AfD) gibt es in Deutschland erstmals eine relativ erfolgreiche rechtspopulistische Partei. Nach ihrer Spaltung Mitte des Jahres 2015, in deren Folge der damalige Bundessprecher Bernd Lucke die Partei verließ, sowie einer ersten Schwäche im Zuge der Griechenlandkrise, zeigte sich im Rahmen der Flüchtlingsdebatte, gepaart mit einer klaren Verschiebung "nach rechts", ein deutlicher Aufstieg in den Umfragen. Was bedeutet diese Entwicklung für die parlamentarische Demokratie und die politische Kultur der Bundesrepublik im Superwahljahr 2016?

Heinrich-Böll-Stiftung 2016

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Durchmarsch von Rechts - Völkischer Aufbruch: Rassismus, Rechtspopulismus, rechter Terror

Manuskripte Neue Folge #17

Dieser Manuskripteband vereinigt die spannenden Beiträge von zwei Treffen des Gesprächskreises Rechts der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Das erste fand am 5. Dezember 2015 in Potsdam statt, das zweite am 23. April 2016 in Göttingen. Neu ist, dass die Potsdamer Referate im Nachhinein, die Beiträge für das Göttinger Gesprächskreistreffen vorab veröffentlicht werden. Geschuldet ist diese «Eile» dem Eindruck, dass die Geschehnisse sich überschlagen und der Bedarf an diskussionswürdigen Thesen, Papieren, Einschätzungen und Analysen riesig ist.

Rosa-Luxemburg-Stiftung 2016

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Rechtspopulistischen Mobilisierungen entgegentreten - Willkommeskultur etablieren

Dokumentation der Fachtagungen der Amadeu-Antonio-Stiftung 2015/ 2016

Jeden Tag sind Asylsuchende und Flüchtlinge mit rassistischen Anfeindungen, Bedrohungen und Gewalt konfrontiert. Auch Sozialarbeiter_innen, Betreiber_innen von Flüchtlingsunterkünften, Mitarbeiter_innen der Verwaltung und Ehrenamtliche sind immer wieder von Anfeindungen und Übergriffen Rechtsextremer betroffen. Treffen Hetzparolen rechtsextremer Gruppen unwidersprochen auf Vorbehalte von Bürger_innen, entsteht schnell ein Klima der Ablehnung gegenüber Flüchtlingen und den Menschen, die sich für sie einsetzen.

Vertreter_innen aus Politik, Behörden und Zivilgesellschaft müssen gemeinsam, schnell und entschlossen handeln, Strategien im Umgang mit rechten Populist_innen entwickeln, damit Übergriffe und rassistische Ansichten keinen Platz mehr haben und sich eine Willkommenskultur etabliert. Häufig mangelt es jedoch an Ansprechpartner_innen und Fachwissen, an Kenntnissen der Rechtslage oder Wissen über Mediations-, Kooperations- und Schutzmöglichkeiten, und nicht zuletzt an den Netzwerken. Gemeinsam mit der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Aydan Özog˘uz, und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend organisierte die Amadeu Antonio Stiftung, die gegen Rechtsextremismus und Rassismus kämpft und Initiativen für Zivilgesellschaft und demokratische Kultur fördert, deshalb eine deutschlandweite Fachtagungsreihe.

In der Dokumentation der Fachtagungen finden Sie die relevanten Ergebnisse der Tagungsreihe, praktische Tipps und Denkanstöße für den Umgang mit Rechtspopulismus und Rechtsextremismus, sowie die Zusammenarbeit mit Asylsuchenden und Flüchtlingen, die von den Teilnehmenden mit den Referierenden entwickelt und in die Diskussion eingeführt worden sind.

Amadeu-Antonio-Stiftung 2016

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COEXIST - Antisemitismus in der Migrationsgesellschaft

Mit Antisemitismus im pädagogischen Alltag umzugehen ist eine Herausforderung. Vor allem die Verwobenheit verschiedener biographischer Hintergründe - ob mit oder ohne Migrationsgeschichte in der eigenen Familie - mit dem aktuellen politischen Zeitgeschehen ist ein in Deutschland relativ neues Phänomen. Nachdem das MBT Hessen immer wieder von Pädagoginnen und Pädagogen aus Schule und Jugendarbeit auf Handlungs- und Argumentations-
möglichkeiten gegen antisemitische Erscheinungen angesprochen worden war, wurde eine Handreichung gezielt für den pädagogischen Alltag erstellt. Das Ziel der Handreichung ist es, sowohl über die Geschichte des Antisemitismus und seiner Ursachen zu berichten, als auch Handlungsmöglichkeiten im (pädagogischen) Alltag vorzustellen.

Beratungsnetzwerk Hessen (2016)

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"Coexist - Antisemitismus in der Migratiobsgesellschaft

"Hier zu leben, hat mich sehr wachsen lassen"

Lebenssituationen von einheimischen und geflüchteten Muslim_innen aus Mecklenburg-Vorpommern

„Wenn sie mich hören, halten sie mich für eine Deutsche, wenn sie mich sehen nicht.“ Adile Afshin erzählt von ihrem Alltag als Muslima in Mecklenburg-Vorpommern. Obwohl es in dem Bundesland nur eine kleine muslimische Community und wenig Einwanderung gibt, ist der antimuslimische Rassismus in der Bevölkerung hoch. Aktuell lässt sich dies vor allem am MVGida, dem Ableger der „Pegida“ Bewegung, beobachten. Unter dem Deckmantel einer „Islamkritik“ wird antimuslimischer Rassismus gegenüber Muslim_innen und Menschen, die als „muslimisch“ wahrgenommen werden, verbreitet.

Aus dem gemeinsamen Projekt des Vereins Lola für Demokratie in Mecklenburg-Vorpommern e.V. und der Amadeu Antonio Stiftung ist eine neue Dokumentation zum antimuslimischen Rassismus im ländlichen Raum entstanden.

Anhand von Alltagserzählungen und der fotografischen Darstellung der Lebensrealitäten von Muslim_innen in Mecklenburg-Vorpommern, wird den allgegenwärtigen Stereotypen von den Muslimen Individualität und Selbstbestimmung entgegengesetzt. Die Dokumentation setzt sich zusammen aus Erzählungen von Einheimischen und Zugezogenen muslimischen Glaubens. Sie sprechen über ihre alltäglichen (Diskriminierungs-) Erfahrungen, aber auch über ihre Träume, Wünsche und Hoffnungen für ihr Leben. Muslim_innen kommen selbst zu Wort, anstatt dass über sie gesprochen wird.

Lola für Demokratie in Mecklenburg-Vorpommern e.V. 2016

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"Hier zu leben, hat mich sehr wachsen lassen"

Für ein menschenwürdiges Ankommen - Wohnen und Leben geflüchteter Menschen in Sachsen-Anhalt

Neue Broschüre des Flüchtlingsrates fordert Weiterentwicklung der Unterbringungsleitlinien und macht konkrete Vorschläge für ein umfassendes Aufnahme- und Integrationskonzept

Die neue Broschüre des Flüchtlingsrates ist ein Beitrag zur Weiterentwicklung der bis dato unverbindlichen Leitlinien hin zu einer verbindlichen und umfassenden Regelung. Ziel und Zweck müssen dabei die menschenwürdige Unterbringung und Behandlung sein, sowie die Stärkung der Rechte geflüchteter Menschen. Nur so ist gesellschaftlicher Zusammenhalt und Teilhabe möglich.

Die Broschüre überprüft die Bestimmungen der Leitlinien daraufhin, ob sie ausreichend sind, um in den sogenannten Gemeinschaftsunterkünften menschenwürdige Bedingungen für die Geflüchteten zu schaffen. Darüber hinaus werden konkrete Forderungen mit dem Ziel eines umfassenden Unterbringungs- und Integrationskonzepts formuliert. Anhand guter Beispiele werden Umsetzungsvorschläge für ein solches Konzept in die politische Diskussion eingebracht.

Zentrale Forderungen sind:
– Verbindliche Mindeststandards für alle Formen der Unterbringung
– vorrangige Unterbringung in Wohnungen in der Mitte der Gesellschaft
– Entwicklung eines umfassenden Integrationskonzeptes, das die Selbstbestimmung der Geflüchteten in den Fokus nimmt
– Etablierung eines unabhängigen Beschwerdemanagement

Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt 2016

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"Für ein menschenwürdiges Ankommen"

Religionspolitik hat in den parlamentarischen Auseinandersetzungen der vergangenen Dekaden kaum mehr eine Rolle gespielt. Obwohl die AfD meidet, sich selbst als christliche Partei zu inszenieren, ist sie, ähnlich der Tea-Party-Bewegung in den USA, ideologisch und personell aufs engste verwoben mit evangelikalen Organisationen und Netzwerken. Wer sind die Akteur/innen? Welche Themen werden bearbeitet? Wie tief ist die Verankerung der Partei in konservativen-christlichen Zusammenhängen? Darum geht es in diesem E-Paper der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen.

Heinrich-Böll-Stiftung, Weiterdenken 2016

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Darf die NPD wegen Taten parteiloser Neonazis verboten werden?

Erkundungen zu rassistischen Akteuren in ostdeutschen Regionen und den Folgen eines NPD-Verbots

Die Beiträge dieses Bandes erkunden die Argumentationslinien des Verbotsantrags aus verfassungsrechtlicher, sozialwissenschaftlicher und zivilgesellschaftlicher Sicht. Sie zeichnen sich durch einen komplexen und erfahrungsgesättigten Analyseansatz aus. Sie beziehen historische und sozio-ökonomische Ansätze ein, beleuchten auch das Verhalten staatlicher Behörden und örtlicher Amtsträger und klären beispielhaft Einzelereignisse auf. Dabei tritt insbesondere die entscheidende Rolle der Träger des staatlichen Gewaltmonopols und politischer Akteure vor Ort ans Licht. Am Ende entscheiden sie, und nicht Aktionen der Neonazis oder der NPD, ob lokal eine rassistische und extrem rechte Hegemonie entstehen kann. Es bleibt zu hoffen, dass das Bundesverfassungsgericht dieser Komplexität in seiner Beweisaufnahme zum Begriff des „Anhängerverhaltens“ gerecht wird.

Amadeu-Antonio-Stiftung, Heinrich-Böll-Stiftung, Weiterdenken 2016

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Darf die NPD wegen Taten parteiloser Neonazis verboten werden?

„Wir machen das! Bürgerdialog zur Flüchtlingssituation“

Der Leitfaden „Wir machen das! Bürgerdialog zur Flüchtlingssituation“, herausgegeben durch das Bündnis für Demokratie und Weltoffenheit im Landkreis Stendal. Der Leitfaden richtet sich an Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft in den Kommunen und gibt Hinweise für die Durchführung von Bürgerversammlungen bzw. Bürgerdialogen bei geplanten Flüchtlingsunterbringungen.

Bündnis für Demokratie und Weltoffenheit im Landkreis Stendal 2016

 

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Wir machen das! Bürgerdialog zur Flüchtlingssituation

Pädagogik des Ressentiments - Das Israelbild in deutschen Schulbüchern

Warum es so wichtig ist, sich mit dem Israelbild in deutschen Schulbüchern zu befassen. Was hat das über das wichtige Medium Schulbuch an junge Menschen vermittelte Israelbild mit unserer Demokratie zu tun (…)?

Unter Mitwirkung von Kirsten Tenhafen (MFFB) und Jörg Rensmann (MFFB), herausgegeben von Scholars for Peace in the Middle East Germany und der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (AG Bremen, Hannover, Oldenburg und Ostfriesland) 2016

 

 

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Pädagogik des Ressentiments - Das Israelbild in deutschen Schulbüchern

„Das Bild des übergriffigen Fremden – wenn mit Lügen über sexualisierte Gewalt Hass geschürt wird“

Die Handreichung klärt Fakten über sexualisierte Gewalt und sexuellen Kindesmissbrauch zu Verbreitung, Täterschaft und Situation der Betroffenen. Die Autor_innen gehen der Frage nach, warum das Bild vom „übergriffigen Fremden“ so häufig und leicht geglaubt und weiterverbreitet wird. Diese Vorwürfe wurden in der Geschichte bereits vielfach taktisch eingesetzt – im Mittelalter gegen Juden sowie gegen Sinti und Roma, zur Zeit des Kolonialismus gegen Schwarze Menschen, heute eben gegen Geflüchtete. Im Internet finden Vorurteile und Lügen schnell Verbreitung, sodass sie in der pädagogischen Praxis vor Ort bearbeitet werden müssen.  Anhand von Fallgeschichten geben die Autor_innen hierzu Empfehlungen, wie sinnvoll und wirksam auf Gerüchte über sexualisierte Gewalt reagiert werden kann.

Amadeu-Antonio-Stiftung 2016

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Das Bild des übergriffigen Fremden - Warum ist es ein Mythos?

"Antisemitismus? Dagegen haben wir was"

Im Rahmen der Aktionswochen gegen Antisemitismus 2015 fanden in 85 Städten in ganz Deutschland zahlreiche Veranstaltungen statt, auf denen über 8000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer gezählt wurden. Die Amadeu Antonio Stiftung, die die Aktionswochen jährlich mit vielen lokalen Partnern und Initiativen durchführt, hat jetzt eine Broschüre herausgegeben, die ein Fazit zieht und aktuelle Entwicklungen des Antisemitismus beleuchtet.

Amadeu-Antonio-Stiftung 2016

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Antisemitismus? Dagegen haben wir was

Die AfD vor den Landtagswahlen 2016 – Programme, Profile und Potenziale

OBS Arbeitspapier Nr. 20

Wie positioniert sich die AfD in Kernfragen? Was fordert sie und wie geht sie mit den erheblichen politischen Widerständen um? Das OBS-Arbeitspapier des Göttinger Instituts für Demokratieforschung vergleicht die AfD in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt. Analysiert werden Ausgangslage, Wahlprogramm und Organisation der AfD. Aber auch das Profil der Vorstände und Kandidaten, die Strategien im Wahlkampf und die Wählerpotenziale in den Ländern werden verglichen.

Otto-Brenner-Stiftung 2016

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Die AfD vor den Landtagswahlen 2016

"Wie kann Integration von Flüchtlingen gelingen, damit die Stimmung nicht kippt?"

 

Expertise

 

Die vom ISS-Frankfurt a. M. vorgelegte Expertise wurde vom Beratungsnetzwerk Hessen in Auftrag gegeben und hat Handlungsempfehlungen für die Implementierung des Konzeptes zum Thema „Integration von Flüchtlingen unter der Berücksichtigung lokaler Stimmungslagen“ formuliert. Immer mehr Menschen fliehen vor Krisen und Kriegen in ihrer Heimat u. a. anderem auch nach Hessen. Staatliche Akteure, zivilgesellschaftliche Organisationen, aber auch eine Vielzahl von bürgerschaftlich engagierten Menschen haben bislang große Anstrengungen unternommen, um handfeste Unterstützung für die ankommenden Menschen zu leisten. Trotz dieses breiten Engagements nehmen jedoch auch die Übergriffe und Bedrohungen durch rechtsextreme und rassistische Gruppierungen bzw. Personen, die sich diesen Szenen zuordnen lassen, zu.

 

Beratungsnetzwerk Hessen 2015

 

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Wie kann Integration von Flüchtlingen gelingen, damit die Stimmung nicht kippt?

 

Gaming und Hate Speech

Computerspiele in zivilgesellschaftlicher Perspektive

Anlässlich der Bildungsmesse Didacta, die sich dieses Jahr auch ausführlich Videospielen widmet, veröffentlicht die Amadeu Antonio Stiftung die neue Broschüre Gaming und Hate Speech – Computerspiele in zivilgesellschaftlicher Perspektive. Sie bietet eine Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Diskriminierungsformen und Problemen, die sich immer wieder in der Gaming-Szene zeigen. Dabei sollen auch positive Entwicklungen aufgezeigt werden. In dieser Broschüre wird ein erster Versuch gewagt, das gesellschaftlich relevante Feld des Gamings für Akteur_innen der klassischen zivilgesellschaftlichen Arbeit nahezubringen.

Amadeu-Antonio-Stiftung 2016

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Gaming und Hate Speech

"Was tun gegen Antisemitismus?!"

Neuer Bildungsbaustein für PädagogInnen veröffentlicht

Mit "Was tun gegen Antisemitismus?! - Anregungen zu einer Pädagogik gegen Judenfeindschaft im 21. Jahrhundert" hat das Mobile Beratungsteam gegen Rechtsextremismus (MBT) einen neuen Ratgeber herausgegeben. Die 32-seitige Publikation richtet sich an PädagogInnen und andere Interessierte.

Mobiles Beratungsteam gegen Rechtsextremismus Hamburg 2016

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Was tun gegen Antisemitismus?!

Magdeburg im Januar

Die jährlichen Proteste gegen den "Trauermarsch" der Neonazis

Seit mehr als 15 Jahren verklären Neonazis mit einem "Trauermarsch" die Opfer der Bombardierung Magdeburgs am 16. Januar 1945 zu Märtyrern des Nationalsozialismus. Seit 2002 protestiert das BgR Magdeburg mit unterschiedlichen Aktionsformen gegen den jährlichen Aufmarsch. In einer neuen Broschüre, die wir gemeinsem mit dem Bündnis gegen Rechts Magdeburg herausgeben zeichnen wir die Entwicklungen nach: Wie haben sich die Formen des Gedenkens an die Bombardierung Magdeburgs am 16. Januar 1945 entwickelt? Was verbinden die Neonazis mit dem 16. Januar, und worum geht es ihnen mit ihrem "Trauermarsch"? Wie haben sich die Proteste des Bündnis gegen Rechts gegen die Naziaktivitäten entwickelt, und auf welche Schwierigkeiten stoßen sie? Die Broschüre soll Diskussionen versachlichen, Differenzierungen ermöglichen sowie Denk- und Diskussionsanstöße geben.

 

Miteinander e.V. und Bündnis gegen Rechts Magdeburg, 2. korr. und erw. Auflage, Magdeburg 2016

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Magdeburg im Januar - Die jährlichen Proteste gegen den "Trauermarsch" der Nazis

 

Handreichung "Willkommenskultur vs. Rechtsextremismus"

Handlungsansätze aus der Arbeit vor Ort

Durch die engagierte Zusammenarbeit mit vielen Akteuren aus ganz Deutschland entstand mit der Handreichung "Willkommenskultur vs. Rechtsextremismus - Handlungsansätze aus der Arbeit vor Ort" eine Sammlung von Erfahrungsgeschichten, die der Fachöffentlichkeit und interessierten Kommunen wertvolle Impulse für die Arbeit mit geflüchteten Menschen geben wird.  Die Handlungsfelder und der Akteurskreis in der kommunalen Arbeit mit den geflüchteten Menschen sind genauso vielfältig wie die Bedarfslagen und Anforderungen, die sich derzeit den Beteiligten vor Ort stellen.

Beratungsprojekt „Willkommenskultur vs. Rechtsextremismus“  2015
c/o gsub-Projektegesellschaft mbH

Die Handreichung steht als barrierefreies PDF zum Download zur Verfügung.
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"Willkommenskultur vs. Rechtsextremismus - Handlungsansätze aus der Arbeit vor Ort"

Rassismus - Antisemitismus - Jugendkultur

Handreichung von Argumente und Kultur gegen Rechts e.V.

Unter Mitarbeit von Miteinander e.V. und dem apabiz Berlin ist eine Handreichung für die Bildungsarbeit zur Auseinandersetzung mit Rassismus und Antisemitismus erschienen. Ziel ist es, qualifiziertes pädagogisches Handeln im Umgang mit Rassismus und Antisemitismus zu ermöglichen. Die Publikation unterstützt die Bearbeitung der Themen Rassismus und Antisemitismus in der schulischen und außerschulischen Bildung, von der Vorbereitung bis zur Durchführung. Die Methoden sind darauf ausgelegt, optimale Bildungserfolge zu erzielen und stereotypen Bildern entgegenzuwirken.

Aus dem Inhalt

• Was ist Rassismus?

• Was ist Antisemitismus?

• Message-Rock und Lebenswelt. Extrem rechte Jugendkultur

• Rassismus im RechtsRock

• Antisemitische Motive in rechten Jugendkulturen

• Pädagogische und didaktische Hinweise

• Liedtextanalysen zum Thema Rassismus

• Liedtextanalysen zum Thema Antisemitismus

Argumente und Kultur gegen Rechts e.V. 2015

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„No World Order - Wie antisemitische Verschwörungsideologien die Welt verklären"

Verschwörungsideologien haben im Internet und auf den Straßen der Bundesrepublik Konjunktur. In den Vorwürfen der „Lügenpresse“ oder der „Volksverräter“ steckt auch immer ein antisemitischer Kern – die vermeintliche Kontrolle der Presse oder der „Volksverrat“ werden und wurden traditionell Jüdinnen und Juden unterstellt. Aus diesem Anlass veröffentlicht die Amadeu Antonio Stiftung die Broschüre „No World Order. Wie antisemitische Verschwörungsideologien die Welt verklären“.

Geschichten von Verschwörungen sind integraler Bestandteil der modernen Popkultur. Wenn sie sich jedoch zu Ideologien verhärten, stellen sie Gefahren für demokratische Gesellschaften dar. „Verschwörungsideologien benennen Minderheiten als Sündenböcke für gesellschaftliche und individuelle Probleme. Damit erschaffen sie nicht nur ein einfaches Weltbild von vermeintlich guten und bösen Menschen, dahinter stecken vor allem nationalistische und antisemitische Bilder“, erklärt Anetta Kahane, Vorsitzende des Vorstands der Amadeu Antonio Stiftung.

In Krisenzeiten greifen Menschen verstärkt auf Welterklärungsmodelle zurück, um sich das komplexe Weltgeschehen zu erklären. Sowohl Verschwörungsideologien als auch Antisemitismus erfüllen diese Funktion seit Jahrhunderten. Sie erklären die Konflikte in der Ukraine und Syrien, aber auch das hohe Flüchtlingsaufkommen oder das TTIP Abkommen. Dabei greifen besonders Erzählungen von einer großen Weltverschwörung auf Feindbilder zurück, die traditionell mit Jüdinnen und Juden identifiziert werden.

Die Broschüre „No World Order – Wie antisemitische Verschwörungsideologien die Welt verklären“ erklärt die Hintergründe von Verschwörungsideologien und ihre antidemokratischen Elemente. Gleichzeitig gibt sie den Leserinnen und Lesern Möglichkeiten an die Hand, um gegen Verschwörungsideologien zu handeln.

Amadeu-Antonio-Stiftung 2015

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"Fairplay statt Hass – Was wir gegen Menschenverachtung und rechtsextreme Ideologien im Fußball machen können"

Die Amadeu Antonio Stiftung hat eine neue Handreichung mit dem Titel "Fairplay statt Hass – Was wir gegen Menschenverachtung und rechtsextreme Ideologien im Fußball machen können" veröffentlicht. Die Broschüre ist eine Antwort auf das wachsende Problem mit rechtsextremen Hooligans und ist aus den Erfahrungen des Projekts Fussball-gegen-Nazis.de der Amadeu Antonio Stiftung entstanden. Die Handreichung liefert konkrete Hilfestellungen, wie sich Fußballfans, Vereine und Verbände gegen Diskriminierung und für Toleranz stark machen können.

"Derzeit beeindrucken Fußballvereine und ihre Fans durch ihr Engagement für Flüchtlinge. Die hohe Bereitschaft zur Willkommenskultur ist im Fußball durch das langjährige antirassistische Engagement gewachsen. Dieses muss weiter gestärkt werden", erklärt Anetta Kahane, Vorsitzende der Amadeu Antonio Stiftung. "Dennoch ist der Fußball weiter für Rechtsextreme attraktiv. Die in Hamburg angemeldete Demonstration unter dem Titel ´Tag der Patrioten´ zeigt deutlich, wie eng Hooligans und Neonazis vernetzt sind", führt Kahane aus. Genau jetzt sei es an der Zeit, sich für einen Fußball ohne Hass stark zu machen.

Fußball ist in Deutschland die bekannteste und beliebteste Sportart, sie prägt das Berufs- und Freizeitleben von 39 Millionen Menschen. Tausende engagieren sich ehrenamtlich im Fußballbereich, organisieren sich in antirassistischen Faninitiativen oder tragen Kampagnen gegen Homophobie. Derzeit sammeln Vereine und Fans Spenden für Flüchtlinge in Millionenhöhe. Auf der anderen Seite versuchen Neonazis immer wieder über den beliebten Sport neue Anhänger zu rekrutieren. Die Amadeu Antonio Stiftung nimmt den Fußballbereich deshalb seit 2012 in den Blick und betreibt das Onlineportal Fussball-gegen-nazis.de. "Das Portal berichtet über Probleme mit Rechtsextremen im Fußballsport und wie man diesen aktiv begegnen kann", erläutert Anetta Kahane. "Die nun erschienene Broschüre stellt Initiativen vor, bietet Hilfestellungen für die Ehrenamtlichen an und soll zur Nachahmung anregen. Sie beschäftigt sich aber auch mit der Frage, warum sich Hass im Fußball überhaupt so stark ausbreiten kann." Bundesweit engagieren sich seit den 1990er Jahren besonders die Fans gegen rechte Ideologie in den Stadien, inzwischen werden sie dabei von den Fußballvereinen und –verbänden unterstützt. Die Amadeu Antonio Stiftung setzt sich dafür ein, den Einsatz der Fans weiter zu würdigen.

Die Broschüre "Fairplay statt Hass" wurde mit Mitteln aus dem "Pool zur Förderung innovativer Fußball- und Fankultur" der Deutschen Fußball Liga GmbH finanziert.

Amadeu-Antonio-Stiftung 2015

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Kritik oder Antisemitismus? Eine pädagogische Handreichung zum Umgang mit israelbezogenem Antisemitismus

Antisemitische Sprechchöre, körperliche Übergriffe und Anschläge auf Synagogen: Wenn der Nahost-Konflikt eskaliert zeigt sich auf erschreckende Weise, wie schnell der Antisemitismus in Deutschland wieder an die Oberfläche kommen kann. Eine neue Broschüre der Amadeu Antonio Stiftung beschäftigt sich mit israelbezogenem Antisemitismus und bietet Hilfestellungen zum Umgang.

Während des Gaza-Krieges im Juli letzten Jahres beschmierte ein Unbekannter die Dresdner Synagoge. Er sprühte auf einer Länge von zehn Metern den Spruch „Stop killing people“ in schwarzer Farbe an die Fassade. Wenige Tage später in Nürnberg: Nach einer Anti-Israel-Demonstration stürmten mehrere Hundert Teilnehmer den Hauptbahnhof, um in den vermeintlich „jüdischen“ Burger-King- und McDonald’s-Filialen gegen den Krieg zu protestieren. Ein bei Youtube eingestelltes Video zeigt, wie die Massen durch den Bahnhof laufen und Parolen wie „Kindermörder Israel“ skandieren. Der antisemitische Charakter und der Bezug zu Israel ist nicht für alle auf den ersten Blick ersichtlich.

Gerade in der pädagogischen Arbeit stellen sich in diesem Zusammenhang große Herausforderungen gegenüber: Wo fängt der Antisemitismus in Bezug auf Israel genau an? Wie kann pädagogisch gegen (israelbezogenen) Antisemitismus vorgegangen werden, sowohl präventiv als auch bei einer erneuten Eskalation des Nahost-Konflikts? Inwiefern spielt Rassismus eine Rolle bei der öffentlichen Fokussierung auf den Antisemitismus aus muslimisch sozialisierten Milieus? Welchen Stellenwert haben Soziale Netzwerke für den Antisemitismus und wie kann eine pädagogische Arbeit darauf reagieren?

Diese und weitere Fragen behandelt die neue Broschüre „Kritik oder Antisemitismus. Eine pädagogische Handreichung zum Umgang mit israelbezogenem Antisemitismus“. Sie richtet sich sowohl an pädagogische Fachkräfte wie auch an Personen, die im Beruf oder Alltag mit einigen der aufgezählten Fragen konfrontiert werden und sich damit alleingelassen oder überfordert fühlen. Unsere Publikation gibt eine übersichtliche und praxisnahe Hilfestellung an die.

Amadeu-Antonio-Stiftung (2015)

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"Herzlich Willkommen" - Wie man sich für Flüchtlinge engagieren kann

Ein Leifaden von Pro Asyl

Die Flüchtlingszahlen weltweit sind so hoch wie nie. Nur ein Bruchteil der Flüchtlinge schafft es nach Europa. Während das Fernsehen Bilder von Krieg,  Terror und steigenden Flüchtlingsdramen in die Wohnzimmer trägt, wachsen hierzulande die Solidarität und der Impuls, Menschen in Not beizustehen. Derzeit melden sich bei PRO ASYL und den Flüchtlingsorganisationen in der ganzen Republik täglich Menschen, die Flüchtlinge persönlich oder finanziell unterstützen möchten.

Wenn Schutzbedürftige den Weg zu uns gefunden haben, brauchen sie Unterstützung. Nicht jede Unterstützung kann oder sollte von „ehrenamtlichen“ Privatpersonen angegangen werden. Um gesetzliche Hürden – zum Beispiel bei der Ausbildungsfinanzierung oder beim Wohnortwechsel – zu beseitigen, braucht es die Politik. Bei der Beratung sind oft Profis gefragt: Asylberater/innen oder Rechtsanwälte. Aber engagierte Laien sind wichtig: Sie unterstützen Flüchtlinge bei der Wahrnehmung ihrer Rechte, helfen im Alltag und vermitteln den Betroffenen das Gefühl, willkommen zu sein.

Dieses Heft soll Anregungen liefern, wo Sie sich einbringen können, damit schutzbedürftige Menschen hier gut ankommen, in Sicherheit leben, die Chance auf Teilhabe erhalten und sich zuhause fühlen können. Keine Angst: Nicht jede/r muss alles tun, was hier drin steht. Aber jede/r, der tut, was er oder sie kann, ist ein Gewinn – für die Flüchtlinge und die Gesellschaft.

Pro Asyl (2015)

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"Geh sterben!" - Hate Speech und Kommentarkultur im Internet

Die Debattenkultur im Internet ist aggressiv, verletzend und nicht selten hasserfüllt und bedrohlich. Da ist ein »Geh sterben« schneller getippt als es jemals gesprochen würde. Doch was tun? Wie kann Hate Speech begegnet und eine bessere Debattenkultur etabliert werden? Wer trägt welche Verantwortung? Und was ist eigentlich genau Hate Speech?

Mit der Broschüre "Geh sterben!" - Umgang mit Hate Speech und Debattenkultur im Internet widmet sich die Amadeu Antonio Stiftung dem Thema Hate Speech und Debattenkultur und gibt einen Überblick über aktuelle Erscheinungsformen von Hate Speech und der Debatte, die sich darum entsponnen hat. Zusätzlich werden Lösungsansätze diskutiert und verglichen. Nicht zuletzt kommen Expert_innen und von Hate Speech Betroffene zu Wort, deren Erfahrungen in Handlungsempfehlungen für den Umgang mit Hate Speech eingeflossen sind.

Amadeu-Antonio-Stiftung (2015)

DOWNLOAD Broschüre (PDF): "Geh Sterben!" - Hate Speech und Kommentarkultur im Internet

Kritik oder Antisemitismus? Eine pädagogische Handreichung zum Umgang mit israelbezogenem Antisemitismus

Die Debatten um das Israel-Gedicht von Günter Grass und die Kolumnen auf Spiegel-Online von Jakob Augstein haben gezeigt, dass die Frage, was in Bezug auf Israel Kritik und was Antisemitismus ist, breite gesellschaftliche Diskussionen auslösen kann. Auch in den Bereichen der politischen Bildungsarbeit und Pädagogik sorgt die Frage, was israelbezogener Antisemitismus ist und was dagegen getan werden kann, bei vielen Beteiligten für Verunsicherung.
Mit dieser Broschüre wollen wir eine Hilfestellung geben, wie bei der Betrachtung Israels zwischen Kritik und Antisemitismus unterschieden werden kann, was dabei zu beachten ist und wie pädagogische Handlungsmöglichkeiten bei israelbezogenem Antisemitismus aussehen können. Diese Broschüre ist Teil des Modellprojektes „Israelbezogener Antisemitismus in Ost- und Westdeutschland. Aktionswochen gegen Antisemitismus“ der Amadeu Antonio Stiftung. Das Projekt wurde gefördert im Rahmen des Programms „Initiative Demokratie Stärken“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Die Broschüre ist eine in weiten Teilen stark überarbeitete Broschüre zu dem Thema, die wir bereits 2012 herausgegeben haben und die innerhalb sehr kurzer Zeit vergriffen war. Der Fokus wurde diesmal jedoch weit stärker auf pädagogische Fragestellungen gelegt.

Amadeu-Antonio-Stiftung (2015)

DOWNLOAD Broschüre (PDF): Kritik oder Antisemitismus? Eine pädagogische Handreichung zum Umgang mit israelbezogenem Antisemitismus

"Wi(e)der sprechen - Über die Auseinandersetzung mit der Alternative für Deutschland und die Notwendigkeit, über Demokratie zu sprechen"

"Mit „Wi(e)der sprechen“ hat die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (MBR) gemeinsam mit dem Verein für Demokratische Kultur in Berlin e.V. (VDK) jetzt eine erste Handreichung zum Umgang mit der Alternative für Deutschland (AfD) veröffentlicht. Die MBR reagiert damit auf die stetig steigende Anzahl von Beratungsanfragen aus Politik und Zivilgesellschaft.

Der VDK e.V. lud vor diesem Hintergrund Kolleg_innen der bundesweiten Mobilen Beratungsteams, Vertreter_innen der politischen Stiftungen, Wissenschaftler_innen und andere Expert_innen aus dem Bundesgebiet zu mehreren Fachgesprächen ein. Unter anderem diesem Erfahrungsaustausch verdankt sich die vorliegende Publikation.

Der Fokus liegt dabei auf Empfehlungen zum Umgang mit den rechtspopulistischen Positionen der AfD.

Innerhalb der Alternative für Deutschland finden Auseinandersetzungen statt, die von außen nicht immer kalkulierbar sind. Der verschobene Parteitag, der von Bernd Lucke ins Leben gerufene „Weckruf 2015“ oder die „Erfurter Erklärung“ sind Beispiele, die diese Dynamik veranschaulichen. Die Zukunft dieser Partei ist ungewiss und auch das Feld, auf dem die Auseinandersetzungen stattfinden verändert sich mit jeder neuen Entwicklung. Klar ist aber, dass eine Auseinandersetzung auf diesem Feld notwendig ist und dass diese Auseinandersetzung um mehr geführt werden muss als um Personen, Flügel oder die Programmatik einer Partei. Es geht um Nationalismus, Rassismus, Sozialchauvinismus, also um Einstellungsmuster, die große Teile der Gesellschaft vertreten und die den Resonanzrahmen für Rechtsextremismus bilden."

Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (MBR) (2015)

DOWNLOAD Broschüre (PDF): "Wi(e)der sprechen - Über die Auseinandersetzung mit der Alternative für Deutschland und die Notwendigkeit, über Demokratie zu sprechen"

Informationen und Tipps für regionale Bündnisse gegen Rechtsextremismus

Im „Handbuch für lokale Bündnisse gegen Rechtsextremismus“, das von der Freiwilligen Agentur Halle Saalkreis e.V. und der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt herausgegeben wurde, versammeln die Autorinnen und Autoren wichtige Hinweise für das Engagement gegen Rechtsextremismus, jeweils strukturiert nach Themenschwerpunkten. So finden sich in der Publikation nicht nur theoretische Hinweise und Gründe für die Arbeit in einem lokalen Bündnis, darüber hinaus stehen auch Erfahrungsberichte und das praktische Handwerkszeug zur Verfügung.

Freiwilligen Agentur Halle/ Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt

DOWNLOAD Handreichung (PDF): Handbuch für lokale Bündnisse gegen Rechtsextremismus

"Völkische Siedlerinnen und Siedler im ländlichen Raum - Basiswissen und Handlungsstrategien"

"Seit einigen Jahren ziehen immer mehr völkische Siedler/innen in den ländlichen Raum. Fernab der großen Städte bilden sie hier Gemeinschaften, die ihrem rassistischen Weltbild entsprechen. Einmal angekommen etablieren sich die völkischen Rechten in den dünn besiedelten Gebieten als achtsame Ökobauern, geschickte Kunsthandwerker/ innen und hilfsbereite Neuzugänge der Dorfgemeinschaft – um dann politische Überzeugungsarbeit zu leisten. Gerade das Thema Naturschutz, das Menschen quer durch die Gesellschaft beschäftigt, erweist sich hier als Brückenbauer. Doch in der extrem rechten Vorstellung dient Naturschutz lediglich dazu, die deutsche »Volksgemeinschaft « und ihren »Lebensraum« zu erhalten. Die Vielfalt von Lebensentwürfen, die Gleichberechtigung aller Menschen und Weltoffenheit haben in dieser Weltanschauung keinen Platz. Die Broschüre »Völkische Siedler/innen im ländlichen Raum. Basiswissen und Handlungsstrategien» erklärt, warum sich manche scheinbar harmlose Öko- Nachbar/innen auf dem Land beim genaueren Hinsehen als extrem rechte Kader herausstellen und wie man mit einer starken demokratischen Alltagskultur gegen sie angehen kann."

Amadeu-Antonio-Stiftung (2015)

DOWNLOAD Broschüre (PDF): Völkische Siedler und Siedlerinnen im ländlichen Raum - Basiswissen und Handlungsstrategien

"Wir sind wieder da" – die "Reichsbürger": Überzeugungen, Gefahren und Handlungstrategien

Seit einigen Jahren treten selbsternannte "Reichsbürgerinnen und -bürger" in der Kommunalpolitik, aber auch mit Drohbriefen und gewaltsamen Übergriffen verstärkt in die Öffentlichkeit. Sie propagieren die Fortexistenz eines Deutschen Reichs und stützen ihre Gedankenwelt auf antisemitische und geschichtsrevisionistische Elemente. Eine neue Publikation der Amadeu Antonio Stiftung klärt über die Hintergründe auf und zeigt Gegenstrategien.

Die Reichsideologie ist eine Mischung verschiedenster Ideologien. Und ihre Anhängerschaft ist zum Teil unberechenbar. In den letzten Jahren treten Reichsideologinnen und –Ideologen immer offensiver auf und schrecken auch vor Gewalt nicht zurück.

Wie ist die Reichsideologie überhaupt entstanden? Was sind ihre grundsätzlichen Elemente? Und was kann gegen die Verbreitung ihrer rechtsextremen Gedanken getan werden? Hilfe bei der Auseinandersetzung bietet die neue Handreichung "'Wir sind wieder da' - Die 'Reichsbürger': Überzeugungen, Gefahren und Handlungsstrategien.

Amadeu-Antonio-Stiftung (2015)

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"RollenWechsel" - Geschlechterreflektierende Bildung in der Rechtsextremismusprävention

Miteinander e.V. führte von 2011 bis 2014 ein Modellprojekt im Rahmen des Bundesprogramms "TOLERANZ FÖRDERN – KOMEPTENZ STÄRKEN" in Sachsen-Anhalt durch "RollenWechsel" entwickelte und erprobte in unterschiedlichen Settings lebensnahe geschlechterreflektierende Konzepte in der Präventionsarbeit an der Schnittstelle Gender und Rechtsextremismus.

Mit dieser Broschüre bieten wir Einblicke in das Arbeitsfeld unseres Modellprojekts "RollenWechsel" sowie Impulse für die geschlechterreflektierende Bildungsarbeit mit rechtsaffinen Jugendlichen. Hierzu gehören neben Reflexionen aus der Praxis auch wissenschaftliche Beiträge zum Themenfeld.

Inhalt:
  • Ansätze in der Bildungsarbeit von Miteinander e.V.
  • Rechtsextremismus im Alltag. Herausforderungen für die Demokratie in Sachsen-Anhalt
  • Geschlechterreflektierende Präventionsarbeit. Das Modellprojekt RollenWechsel
  • "Richtige Frauen" und "echte Kerle". Geschlechterrollen im Rechtsextremismus
  • Sich der Naturalisierung que(e)rstellen. Dekonstruktivistische Perspektiven auf Neonazismusprävention
  • Prävention und Geschlecht. Herausforderungen in der Arbeit (nicht nur) mit rechtsaffinen Jugendlichen
  • Dialogische Prozesse in heterogenen Gruppen. Herausforderungen in der Arbeit mit rechtsaffinen Jugendlichen
  • Männlichkeitskonstruktionen im Strafvollzug
  • Gefühle zeigen. Notizen aus einem Forumtheaterprojekt zum Thema Männlichkeiten
  • Lockenkopf hoch 2. Einblicke in ein mehrmonatiges Schul-Theaterprojekt im ländlichen Raum
  • Es gibt nichts Gutes, außer – man tut es! Anregungen zum Handeln im Umgang mit rechtsaffinen Jugendlichen
  • Positionspapier der Arbeitsgemeinschaft "Gender und Rechtsextremismus" der Amadeo Antonio Stiftung

Miteinander e.V. (2014)

DOWNLOAD Broschüre (PDF): RollenWechsel - Geschlechterreflektierende Bildung in der Rechtsextremismusprävention

"TheaterDialog im Vollzug" - Eine Dokumentation.

Seit mittlerweile zehn Jahren arbeiten Katrin Wolf und Till Baumann für den Miteinander e.V. im sachsen-anhaltischen (Jugend-)Strafvollzug. Die vorliegende Publikation dokumentiert diesen "TheaterDialog" von den Anfängen 2004 bis zu den aktuellen Projekten im Rahmen unseres Modellprojekts RollenWechsel zum Thema Männlichkeiten.

"TheaterDialog" bedeutet, keine vorgegebenen Theaterstücke zu spielen, sondern Alltagserfahrungen gemeinsam zu inszenieren. "TheaterDialog" bedeutet, in der Spannung zwischen Alltagsrealität und Vision zu arbeiten sowie persönliche und gesellschaftliche Veränderungen im Schonraum Theater proben zu können. Über die Theaterarbeit können die Teilnehmenden in ihrem Selbstwertgefühl und ihrer persönlichen Entwicklung gestärkt werden. Mit den Mitteln des Theaters ist es möglich, einen anderen Fokus auf den Lebensalltag zu richten, die eigene Rolle und das eigene Leben neu zu betrachten sowie auf spielerische Weise auf die Suche nach Handlungsalternativen für scheinbar festgefahrene Problemsituationen zu gehen und diese auszuprobieren. Für die jungen Gefangenen ist es ein Spiel mit den eigenen Grenzen und mit deren Überschreitung, das Mut machen und Kraft geben kann, sich gemeinsam mit anderen auf die Suche nach Alternativen und Veränderungsmöglichkeiten zu begeben.

Miteinander e.V. (2014)

Download Projektdokumentation (PDF): TheaterDialog im Vollzug - Eine Dokumentation

"Von Frei.Wild bis Rechtsrock" - Jugendmusikszenen in Schleswig Holstein

Neben der harten Rechtsrockszene existieren in Deutschland Bands wie die Böhsen Onkelz und Frei.Wild, die unter Jugendlichen so beliebt sind, dass sie fast als Mainstream gelten können. Und dies obwohl beide nicht im Radio gespielt werden. Andererseits geht die Diskussion weiter, ob diese Gruppen „unbedenklich“ sind, Elemente rechtsextremer Weltbilder aufgreifen oder gar als „Einstiegsdroge“ in den subkulturellen Rechtsextremismus gelten können. Auch in Schleswig-Holstein gibt es wohl keinen Schulhof, auf dem das Frei.Wild Logo mit den Hirschgeweihen nicht auf Pullovern und T-Shirts präsent ist. Es hilft nicht weiter, hier mit Verboten und Tabuisierungen zu reagieren. Wegschauen kann aber auch kein geeigneter Umgang sein.

Diese Broschüre soll über die Rechtsrockszene, aber auch über die sogenannte „Grauzone“ (gemeint sind Bands wie Frei.Wild) informieren und die notwendige Diskussion über eine Bewertung, sowie einen möglichen Umgang vorantreiben.

Aktion Kinder- und Jugendschutz Schleswig-Holstein e.V., Fachstelle für Prävention (2014)

DOWNLOAD Broschüre (PDF): "Von Frei.Wild bis Rechtsrock" - Jugendmusikszenen in Schleswig Holstein

"F.RAT.T." - Fighting Racism Through Theatre

„Fighting Racism Through Theatre“ dokumentiert das gleichnamige internationale Projekt, indem mit Partnern aus Italien, Frankreich, Spanien und Deutschland je unterschiedliche Aspekte von Rassismus und Diskriminierung untersucht wurden. Jeder Partner untersuchte lokal spezifische Mechanismen von Rassismus und Ausgrenzung. Dabei kamen Methoden und Übungen aus dem Theater der Unterdrückten sowie interaktive und dialogische Theateransätze zum Einsatz, die zu einer kritischen Reflexion von Realität einladen.

Diese unterschiedlichen Ansätze und Erfahrungen werden in dem Buch beschrieben. In jedem der Partnerländer wurde dieses Buch zweisprachig – also in der jeweiligen Landessprache und in Englisch – veröffentlicht.

Filmische Eindrücke von den Projekten erhalten sie auf der Homepage der Projektpartner Giolli Cooperativa Sociale (Italien), Pa'tothom (Spanien) und En'tract (Frankreich) sowie auf Youtube.

„FRATT – Fighting racism through Theatre“ wurde im Rahmen des Programms der Europäischen Union „Fundamental rights and citizenship“ gefördert.

Giolli (Italien), Entr’Act (Frankreich), Miteinander e. V. (Deutschland), Pa’tothom (Spanien) (2012)

DOWNLOAD Projektdokumentation (PDF): F.R.A.T.T. - Fighting Racism Trough Theatre

"Du weißt schon, wie in Rostock..." - Ein Beitrag gegen das Vergessen rechter und rassistischer Gewalt im Sachsen-Anhalt der 1990er Jahre

Die rechte Gewalt zu Beginn der 1990er Jahre wird zumeist auf die Ereignisse in Rostock-Lichtenhagen und Hoyerswerda reduziert. Doch rassistisch motivierte Angriffe auf Flüchtlinge sowie Gewalt gegen alternative Jugendliche gehörten bundesweit zum Alltag. Die Täter_innen konnten sich infolge der rassistisch geführten Asyldebatte und der nationalistischen Welle nach der Wiedervereinigung insbesondere in den neuen Bundesländern als Teil einer zustimmenden Mehrheit fühlen. Von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen, gab es auch in Sachsen-Anhalt zahlreiche Angriffe.

Dieser Film schildert die Erfahrungen von vier Menschen, die Anfang der 1990er Jahre in Sachsen-Anhalt von rassistischer und rechtsextremer Gewalt betroffen waren.

Miteinander e.V. (2013)

STREAM Film: Du weißt schon wie in Rostock...

"GeschicheN WürdeN Leben" - Kulturpädagogische Ansätze für eine historisch-politische Arbeit im lokalen Raum

Mit Jugendlichen die Geschichte des Nationalsozialismus anschaulich und verständlich zu bearbeiten, ist gar nicht so einfach. Welche individuellen Zugänge zum Thema Nationalsozialismus haben die Jugendlichen heute noch? Authentische Orte – besonders im Umfeld der Jugendlichen – sowie historisches Material und überlieferte Begebenheiten helfen, einen Bezug zur Gegenwart und zur Lebenswelt der Jugendlichen herzustellen. Mit der vorliegenden Handreichung incl. DVD wird dazu ein Beitrag geleistet. Pädagog_innen und Interessierte sollen ermutigt werden, sich mit „ihren“ Jugendlichen auf eine lebendige und kreative Suche zu begeben – und besonders bei der Thematisierung des Nationalsozialismus lokale Geschichte(n), lokale Bezüge, Menschenrechte und aktuelle Bezüge einzubeziehen. Das vorliegende Material kann sie dabei unterstützen.

Die Handreichung entstand in Aufbereitung unseres 2011 und 2012 mit Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 18 Jahren durchgeführten Projektes „Geschichte(n) Würde(n) Leben“ im Süden Sachsen-Anhalts – dank einer Förderung im Rahmen des Programms MENSCHEN RECHTE BILDEN der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung, Zukunft“ (evz) sowie des Ministerium s für Arbeit und Soziales des Landes Sachsen-Anhalt.

Miteinander e.V. (2014)

DOWNLOAD Broschüre (PDF): GeschichteN WürdeN Leben - Kulturpädagogische Ansätze für eine historisch-politische Arbeit im lokalen Raum

"Geschichte(n) Würde(n) Leben" - Eine Projektdokumentation

Die Broschüre dokumentiert ein einjähriges Modellprojekt, das Miteinander e.V. im Burgenlandkreis 2011 durchführte. Es wurde gefördert von der Stiftung "Erinnerung Verantwortung Zukunft" im Programm "Menschen Rechte Bilden".

Durch den Einsatz kultur- und theaterpädagogischer Methoden in Verbindung mit politisch-historischem Arbeiten konnte eine theoretische Auseinandersetzung mit praktischer Betätigung kombiniert werden. Jugendliche beschäftigten sich selbstständig mit der Geschichte und den Geschichten des Nationalsozialismus in ihrer Region und dem Wirken von Menschenrechtsverteidiger_innen.

In Hohenmölsen stand die Recherchearbeit im Vordergrund. Stück für Stück wurde die Geschichte einer jüdischen Kaufmannsfamilie weit über die Stadtgrenzen hinaus erforscht und in einer Ausstellung festgehalten. Gemeinsam mit der Jugendtheatergruppe "Karambolage" in Zeitz entstand ein Theaterstück unter anderem aus Originaldokumenten und Briefen. Studierende der Hochschule Merseburg haben bei der dokumentarischen Aufarbeitung mit dem Schwerpunkt einer zeitgemäßen Aufbereitung der Geschichte des ehemaligen KZ-Außenlagers "Wille" in Rehmsdorf mitgewirkt.

Die Broschüre gibt Einblicke in Hintergründe, pädagogische Ansätze, verschiedenen Phasen und einzelne Methoden. Zudem werden ausgewählte Ergebnisse und Auszüge aus Originaldokumenten vorgestellt. Sie soll Anregungen geben für eine regionalbezogene praxisnahe Geschichtsarbeit. Nachahmung und Weiterforschung sind ausdrücklich erwünscht.

Miteinander e.V. (2012)

Download Projektdokumentation (PDF): Geschichte(n) Würde(n) Leben - Eine Projektdokumentation

„Demokratie hin oder her ...“ - Erfahrungen mit Demokratieentwicklung im ländlichen Raum

Das Zitat „Demokratie hin oder her ...“ symbolisiert einen für das Projekt "Horizont 21" thematisch zentralen Stachel, der das Projektteam während der gesamten Projektlaufzeit mehr oder weniger gepiesackt hat. Dabei ist hiermit nur der erste Teil des Ausspruchs einer Jugendclubleiterin wiedergegeben. Sie machte damit ihre Vorbehalte dagegen unmissverständlich deutlich, etwa die Kinder und Jugendlichen ein neu zu sprühendes Graffito für die Außenwand des Jugendclubs kreieren und aushandeln zu lassen. „Denn man weiß ja nicht was dabei raus kommt.“ Richtig, das weiß man nicht - und das verunsichert.

Verunsicherung war immer wieder zu spüren seit Beginn der Arbeit im Jahr 2009, mit dem Ziel, „demokratieferne, gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und rechts motivierte Gewaltbereitschaft bei jungen Menschen am Übergang von Schule zu Beruf und bei Erwachsenen im ländlichen Raum zurückzudrängen.“ Für Irritationen sorgte im Besonderen die beteiligungs- und prozessorientierte Herangehensweise an Demokratieentwicklung, Schule mit dem umliegenden Sozialraum auf dem Land zu verknüpfen. Zentral sind neben der Ergebnisoffenheit innerhalb unseres Qualitätsrahmens von gegenseitiger Wertschätzung auch die Bewahrung der Menschenrechte und die Vermittlung von Grenzen der Toleranz.

Ein vollmundiger Plan von wirklichkeitsfremden „Gutmenschen“, könnte man mit Fug und Recht behaupten. Denn ausgehend von der Annahme hier in einer Dominanzgesellschaft zu leben, kann es nichts Richtiges im Falschen geben. Und doch oder gerade deshalb: Ohne den vermessenen Anspruch innerhalb einer dreijährigen Projektlaufzeit gleich die Welt aus den Angeln zu heben, macht es durchaus Sinn, Impulse zu setzen.
Von „Wie halten wir's mit der Demokratie?“ bis „Hinterm Horizont geht’s weiter“ setzen sich die Autor_innen in sieben Beiträgen mit verschiedenen Aspekten des Projektverlaufs auseinander. Der allen Artikeln gemeinsame Nenner ist der Umgang mit der Unsicherheit, die aus dem Projektansatz von Beteiligtenorientierung, Prozessfokussierung und Ergebnisoffenheit resultiert. Der Film „Unser Klassenrat“, der ein praktisches Beispiel aus der Projektpraxis zeigt, ist der Dokumentation zur weiteren Verwendung beigefügt.

Miteinander e.V./ Kulturbüro Sachsen e.V. (2011)

DOWNLOAD Broschüre (PDF): Demokratie hin oder her... - Erfahrungen mit Demokratieentwicklung im ländlichen Raum

beraten - unterstützen - intervenieren: 10 Jahre Mobile Opferberatung

Auf 40 Seiten bietet die Jubiläumsbroschüre der Mobilen Opferberatung einen spannenden und lesenswerten Überblick: Texte über die Beratungsstandards und -praxis laden ebenso zum Lesen und Diskutieren ein wie Berichte aus der Praxis der Berater_innen und eine Bilanz des Projekts.

Darüber hinaus bietet die Broschüre interdisziplinäre Einblicke rings um die Themenfelder Rassismus, extrem rechte Einstellungspotenziale, Polizei und Justiz, professionelle Opferberatung und die Auswirkungen des zweiten Opferrechtsreformgesetzes in der Praxis. Der Pädagoge Prof. Dr. Paul Mecherill erklärt in seinem Beitrag "Rassismus? Vier Fragen und einige Antworten", warum es wichtig ist, Rassismus beim Namen zu nennen. Der Politikwissenschaftler Dr. Dierk Borstel analysiert in seinem Beitrag "Eng verbunden: Abwertung und Gewalt", wie Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit als Einstellungsmuster in der gesellschaftlichen Mitte politisch rechts motivierte Gewalt legitimiert und ermöglicht. Der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Roland Roth setzt sich mit den verdeckten Zustimmungsmustern für rechte Gewalt und der besonderen Rolle von Polizei und Justiz auseinander. In einem Interview erklärt die Therapeutin Elise Bittenbinder die Folgen traumatischer Erlebnisse und Faktoren für deren Verarbeitung. Rechtsanwalt Sebastian Scharmer zieht in seinem Beitrag "Opferschutz bleibt Auslegungssache" eine kritische Bilanz zur Wirkung des zweiten Opferrechtsreformgesetzes in 2009. Und Prof. Dr. Jutta Hartmann beschreibt in ihrem Text "Zur Relevanz professioneller Opferhilfe" zentrale Kriterien professioneller Opferhilfe.

Außerdem finden sich in der Broschüre ausgewählte Beispiele aus der Chronik rechter Gewalt in Sachsen-Anhalt seit 2001 sowie Fotos von Tatorten.

Mobile Beratung für Opfer rechter Gewalt (2011)

DOWNLOAD Broschüre (PDF): 10 Jahre Mobile Opferberatung

"Sirenen des Hasses" - NS-Hardcore aus Sachsen-Anhalt

NS-Hardcore ist ein aktuell besonders erfolgreiches Produkt innerhalb des jugendkulturellen Rechtsextremismus. Seit Anfang des neuen Jahrtausends entwickelt sich in Deutschland eine entsprechende Szene, die besonders im Bundesland Sachsen-Anhalt floriert. Hier sind einige der umtriebigen neuen Bands, Labels und Akteur_innen ansässig. Diese Szene wird von der Broschüre „Sirenen des Hasses. NS-Hardcore aus Sachsen-Anhalt“ des Vereins Miteinander e. V. genauer unter die Lupe genommen. Die Broschüre enthält Informationen über Protagonist_innen, Labels und Aussagen von insgesamt zehn sachsen-anhaltischen NS-Hardcore-Bands.

Arbeitsstelle Rechtsextremismus/ Miteinander e.V. (2010)

DOWNLOAD Broschüre (PDF): Sirenen des Hasses - NS-Hardcore aus Sachsen-Anhalt

Dokumentation Fachgespräch: "BERATUNG FÜR ELTERN RECHTSEXTREMER JUGENDLICHER - BEDARF, ERFAHRUNG UND PRAXIS"

Circa 40 Fachkräfte aus Beratungsstellen, LIGA-Verbänden, Kommunalverwaltungen und weitere Interessierte hatten im Januar 2013 den Weg ins Ministerium für Arbeit und Soziales nach Magdeburg gefunden. Der heterogene Teilnehmerkreis, bestehend aus Sozialpädagogen, Jugendamtsleiterinnen, Rechtsextremismusexperten, Familienberaterinnen oder Verbandsvertretern, befasste sich in dem Fachgespräch mit einem angezeigten Beratungsbedarf, der in Sachsen-Anhalt bislang kaum behandelt wurde. Dabei war der Anlass für diese Veranstaltung nicht neu, hatten doch insbesondere Berater und Beraterinnen im Themenfeld Rechtsextremismus schon länger ein Defizit markiert. Neben diesem Transfer von Erfahrungs- und Wahrnehmungshorizonten hatten sich die Teilnehmenden jedoch noch ein anderes, durchaus ambitioniertes Ziel gesetzt: es sollten erste Schritte entwickelt werden, an deren Ende ein spezifisches Konzept für ein Beratungsangebot für Eltern und Angehörige rechtsextrem gefährdeter Jugendlicher steht.

DOWNLOAD Dokumentation Fachgespräch (PDF): "BERATUNG FÜR ELTERN RECHTSEXTREMER JUGENDLICHER - BEDARF, ERFAHRUNG UND PRAXIS"

Infobroschüre: Beratungsnetzwerk gegen Rechtsextremismus Sachsen-Anhalt

In dieser 20 Seiten umfassenden Broschüre werden die Struktur, Angebote und Projekte des Beratungsnetzwerkes gegen Rechtsextremismus in Sachsen-Anhalt ausführlich vorgestellt. Zudem finden Sie darin alle regionalen Anlaufstellen und Kontaktdaten.

DOWNLOAD Broschüre (PDF): Beratungsnetzwerk gegen Rechtsextremismus Sachsen-Anhalt