Grundkompetenzen im Umgang mit Rechtspopulismus

Modulare Weiterbildung September 2017 - September 2018

Wer, wenn nicht wir …

Durch das Erstarken von Hass und Fremdenfeindlichkeit hat sich unser Land in den vergangenen Jahren stark verändert. Immer wieder erleben wir, dass sich Menschen, die sich für Benachteiligte oder Geflüchtete engagieren, von ihrem Umfeld angefeindet werden. Immer wieder beobachten wir die Hilflosigkeit bei Anderen und bei uns selbst, wenn im Kreis von Freund_innen und Familie plötzlich rechtspopulistische Positionen vertreten werden.

Mit unserem „Netzwerk für Solidarität und Teilhabe“, in dem auch neue Mitglieder willkommen sind, unterstützen wir Menschen, die sich für Gerechtigkeit engagieren und sich hassgeleiteten Auseinandersetzungen entgegenstellen wollen. Dafür haben wir eine modulare Weiterbildung entwickelt, die gezielt an Ihren Bedürfnissen ansetzen will. Als Teilnehmer_in an dieser Qualifizierung können Sie durch unser Projekt zusätzlich Unterstützung in Form von Supervision, Coaching und finanzieller Unterstützung für die Umsetzung kleinerer Projekte erhalten.

Wir laden Sie herzlich dazu ein, Susanne Brandes und Ludger Nagel

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Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ 2017 – Ab sofort bewerben!

Zum 17. Mal schreibt das BfDT den bundesweiten Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ aus. Einsendeschluss ist der 24. September 2017.

Das Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt (BfDT) schreibt seit 2001 jährlich den bundesweiten Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ aus. Den Gewinner/-innen winken Geldpreise in Höhe von 1.000 bis 5.000 Euro und eine verstärkte Präsenz in der Öffentlichkeit. Damit unterstützt das von der Bundesregierung gegründete BfDT zivilgesellschaftliche Aktivitäten im Bereich der praktischen Demokratie- und Toleranzförderung. Demokratie bedeutet, sich in die Angelegenheiten vor Ort einzumischen und beginnt z.B. in der Familie, in der Schule oder in der Freizeit. Wir wollen Einzelpersonen und Gruppen, die das Grundgesetz im Alltag auf kreative Weise mit Leben füllen, für ihr Engagement würdigen.

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#Wir sind das Land - Demokratie.Vielfalt.Weltoffenheit in Sachsen-Anhalt

Landesprogramm für Demokratie, Vielfalt und Weltoffenheit wird neu ausgerichtet und gestärkt

Sachsen-Anhalt stellt das Landesprogramm für Demokratie, Vielfalt und Weltoffenheit breiter auf und wirbt mit dem Slogan „#Wir sind das Land“ für demokratisches Engagement und ein gelingendes Miteinander. Sozialministerin Petra Grimm-Benne hatte das Programm und das neue Logo im Kabinett vorgestellt.

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Fortentwicklung des Landesprogramms für Demokratie, Vielfalt und Weltoffenheit

Dokumentation der Regionalkonferenzen veröffentlicht

Das Landesprogramm für Demokratie, Vielfalt und Weltoffenheit wurde und wird gemeinsam mit interessierten Partnern und Akteuren aus ganz Sachsen-Anhalt weiter entwickelt. Im März und April wurden in vier Regionen des Landes Regionalkonferenzen zur Fortentwicklung der inhaltlichen Programmpunkte durchgeführt. Fehlstellen und Bedarfe wurden ermittelt und in das neue Programm eingearbeitet.

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Wissenschaftliche Expertise zur Weiterentwicklung des Landesprogramms für Demokratie, Vielfalt und Weltoffenheit Sachsen-Anhalt

Bericht für das Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration des Landes Sachsen-Anhalt

Das Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration hat eine wissenschaftliche Expertise zur Weiterentwicklung des Landesprogramms für Demokratie, Vielfalt und Weltoffenheit Sachsen-Anhalt in Auftrag gegeben.

Bedarfe und Fehlstellen wurden ermittelt und in die Fortschreibung zur Neuausrichtung des Landesprogramms für Demokratie, Vielfalt und Weltoffenheit aufgenommen.

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Tag der Erinnerung 2017 - 17 Jahre nach dem Mord an Alberto Adriano

12. Juni 2017, ab 15:00 Uhr, Stadtpark Dessau

In der Nacht vom 10. auf den 11. Juni 2000 wurde Alberto Adriano von drei betrunkenen Neonazis im Dessauer Stadtpark zusammengeschlagen. Drei Tage später erlag er seinen Verletzungen. Fünf Tage nach seinem Tod demonstrierten 5.000 Menschen mit Vertretern der Stadt Dessau, des Landes Sachsen-Anhalt sowie der Bundesregierung gegen rechte Gewalt. Seitdem widmen sich Politik und Zivilgesellschaft mit erhöhter Aufmerksamkeit der Bekämpfung des Rechtsextremismus und der Stärkung einer demokratischen Kultur. Bereits aktive Initiativen gegen rechte Gewalt fanden endlich Gehör und bekamen neue Möglichkeiten der Finanzierung. Dies ermöglichte den Start neuer Projekte, die in der Öffentlichkeit präsent sind und gegen Rechtsextremismus Position beziehen. Medien agierten mit dem Ziel, die Bevölkerung über das Ausmaß des Rechtsextremismus aufzuklären und Handlungsmöglichkeiten zur Stärkung der Demokratie aufzuzeigen. Der Tod von Alberto Adriano hatte nicht nur Auswirkungen auf das Handeln und Denken der Bevölkerung und der Politik, sondern auch auf den Tatort selbst. In Gedenken an Alberto Adriano wurde am 11. Juni 2002 eine Steinstele mit der Aufschrift „Alberto Adriano – Opfer rechter Gewalt – 11. Juni 2000“ am Ort des Geschehens aufgestellt. An der Stele findet jährlich der „Tag der Erinnerung“ statt, zu dem sich Politiker der Stadt Dessau-Roßlau, des Landes Sachsen-Anhalt und der Bundesrepublik Deutschland sowie Menschen aus allen Kulturen versammeln, um allen Opfern rechter Gewalt zu gedenken.

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Herausforderung Islam in Sachsen Anhalt

Muslimisches Leben in Zeiten von zunehmendem Rechtsextremismus und gewaltbereitem Islamismus

Fachtagung am 6. Juni 2017, 09 - 16 Uhr in Magdeburg

Durch die Zuwanderung Geflüchteter aus islamisch geprägten Ländern entwickelte sich muslimisches Leben in Sachsen-Anhalt in den letzten Jahren in rasantem Tempo. Neugrüdnungen von islamischen Kulturvereinen, die Einrichtung eines Islamforums durch die Landesregierung, aber auch zunehmender antimuslimischer Rassismus sind z.B. Ausdruck dieser Entwicklung. Die öffentliche Debatte um die Zuwanderung von Muslim_innen ist geprägt von sicherheitspolitischen Fragen und der Angst vor Anschlägen extremistischer Gruppierungen. Der Islam wird aus dieser Perspektive heraus häufig als Herausforderung für Deutschland thematisiert. Welchen Herausforderungen aber begegnen Muslim_innen in Sachsen-Anhalt? Die Fachtagung versteht sich als Beitrag zur Debatte um die Themen Integration und religiöse Vielfalt in den neuen Bundesländern.

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Rechte, rassistische und antisemitische Angriffe in Ostdeutschland, Berlin und NRW im Jahr 2016

Presseerklärung vom 27.04.2017 des Verbandes der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt e.V.

  • 1948 (1747 im Vorjahr) Fälle rechts motivierter Gewalt in Ostdeutschland, Berlin und NRW
  • Weiterer Anstieg auf hohem Niveau
  • Mindestens 5 Angriffe pro Tag

Die Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt dokumentieren für das Jahr 2016 einen erneuten Anstieg der Gewalt. In den ostdeutschen Bundesländern, Berlin und NRW haben sich die Angriffe von 1747 im Jahr 2015 auf auf 1948 im Jahr 2016 erhöht. Mindestens 3050 Personen (2015: 2237) wurden 2016 in den sieben Bundesländern verletzt und massiv bedroht.

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„Gegenrede – gegen Ausgrenzung, für Demokratie“

Dokumentation des Fachaustauschs am 26. und 27. Oktober in Berlin

Im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ fand am 26. und 27. Oktober 2016 in der Berliner Werkstatt der Kulturen ein Fachaustausch zum Thema „Gegenrede gegen Ausgrenzung, für Demokratie“ statt. Die Veranstaltung richtete sich programmbereichsübergreifend an alle Modellprojekte sowie an alle am Thema besonders interessierten Partnerschaften für Demokratie.

Zielstellung der Veranstaltung war es, adäquater auf Hassbotschaften und fremdenfeindliche Kommentare reagieren zu können und die Medienkompetenz der Teilnehmenden weiter zu stärken.

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Rechtspopulismus im Fokus - Veranstaltungsreihe

Ursachen, Wirkungen und (Gegen-) Strategien

Es herrscht in Teilen der Gesellschaft das Gefühl, nicht mehr so sein zu dürfen, wie man ist. Ohnmacht, Souveränitätsverlust und eine abstrakte Sorge um die eigene Identität werden demnach als Folgen einer generellen "Volksvergessenheit der Eliten" verstanden. Die rechtspopulistische Formulierung einer solchen Bedrohungs- und Krisenlage verfängt offensichtlich und führt zu ressentimentgeladenen Protesten, wobei die Themen Migration, Geflüchtete und "Islam" ein besonderes Mobilisierungs- und Empörungspotential entfalten. Auf welche weltanschaulich-ideologischen Einstellungen können PEGIDA, AfD und Co. aufbauen? Ist die politische Kommunikation zwischen den im Bundestag vertretenen Parteien und der Bevölkerung gestört? We lche Antworten können Akteure der Parteien, Medien und Zivilgesellschaft geben?

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