Flüchtlingsinitiativen und Bürger_innenbündnisse pro Demokratie in der Region Anhalt

Klausurtagung "Motivieren. Vernetzen. Stärken." und Verabschie-
dung eines gemeinsamen Positionspapiers

Im Jahr 2015 stiegen auch in der Region Anhalt die Zahlen der Asylanträge geflüchteter Menschen. Krisen, Kriege, politische oder religiöse Verfolgung sind nur einige Gründe, die Menschen aus den unterschiedlichsten Regionen dieser Welt zur Flucht aus ihrem Lebensumfeld treiben. Sie suchen in ihren Aufnahmeorten Schutz für Leib und Leben, Ruhe, Frieden – einen Neuanfang.

Um diese Menschen willkommen zu heißen und ihnen zu helfen, sich an ihrem neuen Wohnort zurecht zu finden und so den Start in einen neuen Lebensabschnitt zu erleichtern, haben sich Initiativen gegründet und Einzelpersonen dazu entschieden, sich für asylsuchende und geflüchtete Menschen zu engagieren. Diesen Herausforderungen zu begegnen und die engagierten Initiativen und Einzelpersonen
 zu unterstützen war Motivation und Ziel zugleich, am Samstag, den 13. August 2016, im Gemeindehaus der evangelischen Kirche in Aken, eine Tagung der regionalen Flüchtlingsinitiativen und Bürger_innenbündnisse pro Demokratie in der Region Anhalt zu veranstalten, an der etwa 45 Engagierte aus der gesamten Region teilnahmen. Auf der Grundlage eigener Erfahrungen, Wünsche und Bedarfe tauschten sich die Teilnehmenden in Diskussionen und Workshops aus. Am Ende der Tagung stand ein von allen Teilnehmenden, Initiativen und Bündnissen verabschiedetes Positionspapier.

Weiterlesen...

Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt lädt zum ersten landesweiten Initiativentreffen

Magdeburg am 20.08.2016 von 10 bis 17 Uhr

"Der Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt lädt zum ersten landesweiten Initiativentreffen nach Magdeburg ein. Wir möchten alle Willkommensbündnisse, Nachbarschaftshilfen, antirassistischen Arbeitsgruppen und natürlich auch interessierte Einzelpersonen für einen Tag zusammenbringen: Gemeinsam wollen wir uns kennenlernen, über Praxiserfahrungen austauschen, in Workshops Neues erfahren und für die zukünftige Arbeit vernetzen.

Der Flüchtlingsrat möchte Euch daher Zeit, Räume, Moderation, Verpflegung und Unterhaltung anbieten, um all dies zu ermöglichen. Die Veranstaltung richtet sich in erster Linie an Ehrenamtliche, die sich in der Flüchtlingsunterstützung und antirassistischen Arbeit engagieren, aber natürlich sind auch Hauptamtliche willkommen. Die Teilnahme ist kostenlos, um eine Anmeldung im Voraus wird aber gebeten. Die Veranstaltungssprache wird Deutsch sein."

Weiterlesen...

Spendenaufruf für mehrfach von rassistischer Gewalt Betroffenen in Halle (Saale)

Dokumentation des Spendenaufrufs der Mobilen Opferberatung Süd (Halle) vom 07.07.2016

Liebe Freundinnen und Freunde, sehr geehrte Damen und Herren,

wir wenden uns heute mit einem besonderen Anliegen an Sie und Euch: Der heute 38-jährige Sifi­so M. (Name geändert), Schwarzer Musiker und Rastafari, wurde in den vergangenen Jahren auf­grund seines Äußeren immer wieder zum Ziel entgrenzter, rassistischer Gruppengewalt mit gravie­renden und langanhaltenden physischen, psychischen und psychosozialen Folgen. Um überhaupt eine Stabilisierung bis hin zur Bewältigung des Erlebten zu erreichen hofft er auf eine letzte Chance – eine Traumathera­pie in seinem Heimatland Südafrika. Hierfür ist er auf Ihre und Eure Spenden angewiesen.

Weiterlesen...

Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ 2016: ab sofort bewerben!

Einsendeschluss ist der 25.09.2016

Zum 16. Mal schreibt das Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt (BfDT) den Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ aus. Den Gewinner/-innen winken Geldpreise in Höhe von 1.000 bis 5.000 Euro und eine verstärkte Präsenz in der Öffentlichkeit. Damit unterstützt das von der Bundesregierung gegründete BfDT zivilgesellschaftliche Aktivitäten im Bereich der praktischen Demokratie- und Toleranzförderung. Demokratie bedeutet, sich in die Angelegenheiten vor Ort einzumischen und beginnt z.B. in der Familie, in der Schule sowie in der Freizeit. Es sollen Einzelpersonen und Gruppen, die das Grundgesetz im Alltag auf kreative Weise mit Leben füllen, für ihr Engagement gewürdigt werden.

Weiterlesen...

„Viel schlimmer für das Image einer Stadt wäre es, wenn man solche Taten unter den Teppich kehrt.“

TAG DER ERINNERUNG  am 10. Juni 2016 im Dessauer Stadtpark // 100 Teilnehmer_innen gedenken Alberto Adriano, Hans-Joachim Sbrzesny und allen Betroffenen rechter und rassistischer Gewalt

In der Nacht vom 10. auf den 11. Juni 2000 betranken sich Neonazis, sie grölten lautstark neonazistische Songtexte, schaukelten sich auf und trafen schließlich im Dessauer Stadtpark auf Alberto Adriano. Die menschenverachtende Ideologie hinter den 3 jungen Tätern und den von ihnen gegrölten Songtexten wurde bittere Realität. Alberto Adriano (mehr dazu hier…) wurde von ihnen so brutal zusammengeschlagen und getreten, dass seine massiven Verletzungen drei Tage später zu seinem Tod führten.

 

Acht Jahre später und keine 500 Meter vom Stadtpark entfernt, traf dieser unsägliche Hass Hans-Joachim Sbrzesny vor dem Dessauer Hauptbahnhof (mehr dazu hier…).  Dieser wurde in der Nacht zum 01. August 2008 von der rechten Szene nahestehenden Tätern solange bestialisch misshandelt, bis er starb.

Weiterlesen...

Inakzeptables Fehlverhalten der Polizei nach rechtem Angriff in Halle (Saale)

Presseerklärung der Mobilen Opferberatung vom 07. Juni 2016

Betroffene und Mobile Opferberatung kritisieren, „Polizeibeamte haben die Opfer nicht ernst genommen und nicht sofort umfassend ermittelt“. Mobile Opferberatung warnt vor tödlicher Gefahr durch rechte Schläger und Neonazis für Flüchtlinge sowie nicht-rechte und alternative Jugendliche und junge Erwachsene.

Weiterlesen...

Tag der Erinnerung - Gedenken an Alberto Adriano und Hans-Joachim Sbrzesny

Am 10. Juni 2016, 15.00 Uhr, Stadtpark Dessau - 16 Jahre nach dem Mord an Alberto Adriano

In der Nacht vom 10. auf den 11. Juni 2000 wurde Alberto Adriano von drei betrunkenen Neonazis im Dessauer Stadtpark zusammengeschlagen. Drei Tage später erlag er seinen schweren Verletzungen. Fünf Tage nach seinem Tod demonstrierten 5000 Menschen zusammen mit offiziellen Vertretern der Stadt Dessau, des Landes Sachsen-Anhalt und der Bundesregierung gegen rechtsextreme Gewalt. Seitdem  widmen sich Politik und Zivilgesellschaft mit erhöhter Aufmerksamkeit der Bekämpfung des Rechtsextremismus und der Stärkung einer demokratischen Kultur. Bereits aktive Initiativen gegen rechte Gewalt fanden dadurch endlich Gehör und bekamen neue Möglichkeiten der Projektfinanzierung. Dies ermöglichte den Start zahlreicher neuer Projekte, die in der Öffentlichkeit präsent sind und gegen Rechtsextremismus Position beziehen. Große Medien reagierten in der Folge, um die Bevölkerung über das Ausmaß des Rechtsextremismus aufzuklären und Handlungsmöglichkeiten zur Stärkung der Demokratie aufzuzeigen.

Weiterlesen...

Mutmaßlich extrem rechte Anschlagsserie in Dessau

Erhebliche Sachschäden nach mehreren Anschlägen in Dessau // Angriffe auf das Alternative Jugendzentrum, das Regionalbüro der Partei DIE LINKE, sowie das Lokal Bibers Corner // Versuch Bedrohungslage gegen politisch gegen Rechts Engagierte zu schaffen

In den frühen Morgenstunden des 11. Mai 2016 verübten bislang unbekannte Täter mehrere Anschläge auf das Vereinsgebäude des Alternativen Jugendzentrum Dessau (AJZ), das Regionalbüro der Partei DIE LINKE sowie das Lokal Bibers Corner in Dessau. Im AJZ sind u. a. das Mobile Beratungsteam gegen Rechtsextremismus in Anhalt (Projekt GegenPart), die externe Fachstelle der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Dessau-Roßlau und die Koordinierung des Netzwerkes GELEBTE DEMOKRATIE ansässig. Nach dem Mobilen Beratungsteam vorliegenden Informationen, scheinen die Anschläge eine konzertierte Aktion mehrerer Täter_innen gewesen zu sein.

Weiterlesen...

Mobile Opferberatung bittet um Spenden für Betroffene des massiven Wohnungsüberfalls am 23.04.16 in Halle (Saale)

Dokumentation des Spendenaufrufes

Am 23. April, in der Nacht zu Samstag, gegen 0:50 Uhr, traten Unbekannte offenbar gezielt die Wohnungstür einer alternativen Wohngemeinschaft ein. Unter „Scheiß Zecken“-Rufen stürmen etwa zehn Angreifer in die Zimmer der Schlafenden, zerrten drei junge Männer aus ihren Betten und schlugen und traten auf sie ein. Ein Punk erlitt blutende Stichverletzungen am Rücken und am rechten Arm, ein weiterer musste u.a. mit diversen Hämatomen an der rechten Gesichtshälfte stationär im Krankenhaus behandelt werden. Ein Skinhead wurde zudem mit Flaschen beworfen und trug u.a. eine Schulterprellung sowie diverse Hämatome an Kopf und Oberkörper davon.

Weiterlesen...

Mobiles Beratungsteam gegen Rechtsextremismus in Anhalt bilanziert Gesamtjahr 2015

Exorbitante Steigerung neonazistischer Aktivitäten und Gewalttaten in der Region // So viele Chronikmeldungen und Beratungsfälle wie noch nie verzeichnet

Die Zahlen und Analysen des Mobilen Beratungsteams gegen Rechtsextremismus (Projekt GegenPart) beschreiben ein deutliches Bild: In der Region Anhalt (Dessau-Roßlau, Landkreis Wittenberg, Landkreis Anhalt-Bitterfeld) gehören rechtsextreme und demokratiefeindliche Bestrebungen zur Realität auf den Straßen und öffentlichen Plätzen. Zwischen Elbe und Saale haben statistisch gesehen 1,2 mal pro Tag Rechtsextremisten Menschen bedroht, Aufmärsche organisiert, Propagandadelikte verübt und zugeschlagen.

Weiterlesen...