Tag der Erinnerung 2019 - 11. Juni 2019, 15 Uhr, Stadtpark Dessau

19 Jahre nach dem Mord an Alberto Adriano - 11 Jahre nach dem Mord an Hans-Joachim Sbrzesny

Alberto Adriano

In der Nacht zum 11. Juni 2000 wurde Alberto Adriano von drei rechten Schlägern im Dessauer Stadtpark bewusstlos geprügelt. Im Krankenhaus starb er später an den massiven Verletzungen.

Hans-Joachim Sbrzesny

Am 1. August 2008 wurde der 50 Jahre alte Hans-Joachim Sbrzesny von zwei vorbestraften Rechten
im Park vor dem Dessauer Hauptbahnhof auf brutale Weise ermordet.

 

 

 

Online-Beratung der Mobilen Beratung für Opfer rechter Gewalt gestartet

"Mit dem Angebot einer Online-Beratung können wir Betroffenen rechter Gewalt einen zusätzlichen niedrigschwelligen Zugang zu Beratung ermöglichen"

"Seit heute können Betroffene rechter und rassistischer Gewalt unter https://mobile-opferberatung.beranet.info unser neues Online-Beratungsangebot nutzen und mit uns in Deutsch und Englisch mailen oder live chatten. Der Vorteil: Ratsuchende können sich jederzeit und bei Gelegenheit – von zu Hause aus, unterwegs mit Handy, Pad oder Laptop ebenso wie im Internetcafé – ihre Fragen, Befürchtungen oder Ideen von der Seele schreiben. Sie können davon ausgehen, dass sie eine zeitnahe Antwort erhalten oder schnell mit uns auch live dazu chatten können. Dabei können Hilfesuchende anonym bleiben und selbst entscheiden, ob und wie die Kommunikation weitergehen soll oder welche Art der Unterstützung benötigt und angefragt wird."

Sammelband „Beratung im Kontext Rechtsextremismus“ erschienen

Bundesverband Mobile Beratung steuert Positionen und Beispiele bei

„Den aktuellen Wissensstand und die diskursiven Positionen“ des Berufsfelds Mobile Beratung versucht ein aktuell erschienener Sammelband abzubilden. Gemeinsam mit den Herausgebenden, Reiner Becker und Sophie Schmitt (Uni Marburg/ Hessisches Landesdemokratiezentrum) hat der Bundesverband Mobile Beratung schon in der Konzeptionsphase über Ansätze und Konzepte diskutiert. Der Einladung zum Beisteuern von Texten und Positionen kamen Friedemann Bringt, Grit Hanneforth, Heiko Klare und Petra Schickert nach. In ihren Artikeln skizzieren sie Mobile Beratung als sozialraumorientierte und auf die Zivilgesellschaft ausgerichtete Beratung mit Haltung.

Mobile Opferberatung stellt Jahresbilanz 2018 vor: 154 politisch rechts motivierte Gewalttaten in Sachsen-Anhalt

Trotz Rückgang zu Vorjahren kein Grund zur Entwarnung

154 politisch rechts motivierte Gewalttaten mit mindestens 290 Betroffenen hat die Mobile Opferberatung für das Jahr 2018 in Sachsen-Anhalt registriert.1 Auch wenn das im Vergleich zum Vor­jahr einen weiteren Rückgang um etwa 20 Prozent bedeutet, ist das Ausmaß rechter und rassistischer Gewalt in Sachsen-Anhalt für Betroffene und potenziell Betroffene weiterhin äußerst bedroh­lich: Noch immer wurden in 2018 mindestens aller zwei bis drei Tage Menschen angegriffen und zum Teil erheblich verletzt, weil sie im Weltbild der Täter*innen als nicht zugehörig, „anders“ oder weniger wert angesehen werden.2 Zudem ist von einer hohen Anzahl nicht angezeigter bzw. auch der Mobilen Opferberatung nicht bekannt gewordener politisch rechts motivierter Angriffe auszuge­hen.

Vereint für Miteinander: Bundesweit tätige Organisationen stellen sich gemeinsam gegen die AfD-Kampagne

Magdeburg/Berlin, den 2. Oktober. 35 Organisationen zeigen ihre Solidarität und die Forderung, den Verein Miteinander e.V. weiter zu fördern.

“Die Allgegenwart rassistischer Hetze führt dazu, dass es keine sicheren Orte mehr gibt”

26.09.2018 Verband der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt (VBRG e.V.)

Rechte, rassistische und antisemitische Gewalt ist in einem unerträglichen Ausmaß alltäglich geworden, seitdem der gewaltsame Tod von Daniel H. (35) in Chemnitz am 25. August 2018 von Neonazis und organisierten Rassist*innen instrumentalisiert wird.

Unabhängige Opferberatungsstellen registrieren schon jetzt 93 Vorfälle rassistischer, rechter und antisemitischer Gewalt und Bedrohungen und veröffentlichen eine Dokumentation ausgewählter Vorfälle.

„Die Psychologie des Hasses“

Fortbildung zur Psychologie von Hate Speech

Mittwoch, 26. September 2018, 14.00-19.00 Uhr Roncalli-Haus, Max-Josef-Metzger-Str. 12/13, Magdeburg

In der Debatte um Hass und Hate Speech im Internet geht es meist um die Frage, wie man dem strategisch und politisch begegnen kann und wie eine Gegenrede aussehen sollte. In dieser Fortbildung soll beim Thema Hate Speech ein Perspektivwechsel vorgenommen werden: Wie kommen Menschen dazu, Hate Speech zu äußern und andere Menschen in der Onlinekommunikation zu hassen? Welche psychologischen Prozesse wirken dort, und wie werden diese durch die Gegebenheiten des Internets verstärkt? Daraus sollen Schlussfolgerungen für Verhalten im Internet, für das Setzen eigener Inhalte sowie für den Umgang mit Hass und Hetze im Netz gezogen werden.

Neue Antworten auf neue Fragen - Motivieren, Diskutieren, Vernetzen

Gemeinsame Demokratiekonferenz Anhalt am 13. September 2018 im Bauhaus Dessau

Der Einsatz für eine vielfältige und offene Gesellschaft erfordert in der heutigen Zeit mehr den je eine breite Wissensbasis und eine gute Vernetzung. Die zunehmende Politikverdrossenheit erschwert nicht nur den Zugang zu den Menschen in Anhalt, sie bereitet vereinfachenden und populistischen Stimmungsmachern darüber hinaus ihre Tätigkeit. Umso wichtiger ist es, die Menschen, die sich mit vollem Engagement für eine vielfältige Gesellschaft einsetzen, dabei zu unterstützen.

Die Partnerschaften für Demokratie Anhalt-Bitterfeld, Bitterfeld-Wolfen und Dessau-Roßlau laden daher alle interessierten Bürgerinnen und Bürger am 13. September zu einer gemeinsamen Demokratiekonferenz in die Stiftung Bauhaus ein.

Redaktionsworkshop Diskriminierung

18. August und 25./ 26. August 2018 in Magdeburg

Medienproduktion lernen - Über Alltagsrassismus berichten - Gegenstrategien entwickeln

In diesem Workshop kannst du dich mit anderen über deine Erfahrungen mit Diskriminierungen und Alltagsrassismus austauschen, aber auch darüber, wie du oder andere in so einer Situation reagieren könnt. Das alles verarbeitest du in Texten und Audiobeiträgen. Dabei wirst du von einer erfahrenen Medienmacherin und einem Antidiskriminierungs-Berater angeleitet. Die entstandenen Produkte sollen dir und anderen Menschen Mut machen und Ideen geben, sich zu wehren.

"Die Neue Rechte in Sachsen-Anhalt - Mythos, Realität, Gegenkultur"

Fachtagung am 29. September 2018 in Merseburg

Die politischen Kräfteverhältnisse in der Bundesrepublik haben sich spätestens seit der Bundestagswahl im Herbst 2017 verändert. Die politische Kultur hat sich nach rechts verschoben, das gesellschaftliche Klima polarisiert. Auch im Parlament wurden Stimmen stärker, die sich auf die nationale Abstammung als wichtigstes Kriterium für die Gewährung von Bürgerrechten beziehen.

Die Tagung „Die Neue Rechte in Sachsen-Anhalt - Mythos, Realität, Gegenkultur“ will einen realistischen Blick auf Strukturen und Strategien der Neuen Rechten werfen und dabei die Fragen stellen, was die „Neue Rechte“ will und was die „Neue Rechte“ (nicht) kann. Die Tagung bietet Raum für die Vernetzung zivilgesellschaftlicher Akteure und die Diskussion über die strategischen Möglichkeiten einer demokratischen Zivilgesellschaft.